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«Die Stiftung bezweckt die Unterstützung von in Not geratenen Pensionären und Pensionärinnen in Altersheimen, vor allem im Kanton Bern, insbesondere durch Beiträge an deren Heimkosten sowie die Organisation und Durchführung kultureller Anlässe, Ausflüge, Ferien und Aktivitäten aller Art, welche der Öffentlichkeit, namentlich der Quartierbevölkerung Kirchenfeld-Brunnadern, unentgeltlich oder höchstens gegen einen Unkostenbeitrag zugänglich sein soll.»

Marianne und Hans Gaschen waren die treibenden Kräfte hinter dem Bau und dem Betrieb des ElfenauPark. Das Ehepaar führte nicht nur zwischen 1984 und 2007 den ElfenauPark, sondern gründete 1995 zusammen mit weiteren Beteiligten die ManuelStiftung, die von Marianne Gaschen bis Ende 20212 geleitet wurde. Sie erinnert sich gerne an bewegte und erfüllende Zeiten.
«Die Baugenossenschaft Aare wurde in den 1970er-Jahren Bau- und Betriebsträgerin des geplanten Wohnparks in der Elfenau. Dem Verein für das Alter Bern wurde die Betriebsführung übertragen. Ende der 1970er-Jahre entschloss sich der Berner Gemeinderat, den Verein für das Alter umzugestalten, weil sich die Defizite vervielfachten. 1982 entliess er die Heime in die Selbständigkeit. Für die Baugenossenschafter ein Schreckmoment, da die spätere Betriebsführung von ihnen neu organisiert und geregelt werden musste.»
Die Leitung des Wohnparks übernehmen? Ja, aber mit Bedingungen!
«In dieser Zeit entschied sich Hans Gaschen aus gesundheitlichen Gründen, sein Architekturbüro zu verkaufen. Die Erblindung eines Auges verunmöglichte das exakte Arbeiten am Pult. Er fokussierte sich auf die Bauführung in der Elfenau. Nach der Besichtigung einer Siedlung mit Alterswohnungen in Genf, die von einem ehemaligen Bauingenieur geleitet wurde, blieb bei Hans Gaschen ein Gedanke haften: ‹Was ein Bauingenieur kann, wäre doch auch für einen ETH-Architekten möglich: Nämlich eine solche Institution zu führen. Aber nur, wenn du mithelfen würdest?› – so lautete seine spontane Frage an mich! Als Mutter, Kindergärtnerin, Maltherapeutin und aktiv tätig in einem Betreuungsteam von Flüchtlingen in der Gemeinde Köniz war ich nicht sehr entscheidungsfreudig.
Für die Baukommission bedeutete Hanses Äusserungen Erlösung! Für mein Mitwirken stellte ich eine Bedingung: Keine Bewohnerin und keinen Bewohner aus finanziellen Gründen gegen ihren Willen jemals ausquartieren zu müssen. Hans wünschte seinerseits, sein «Kulturzentrum» realisieren zu können. Unsere Wünsche wurden uns auf Eid und Versprechen gewährt! Also fassten wir den Entscheid. Die folgenden Konsequenzen waren happig!»
Es geht los – mit dem Betrieb und der Musik
«Im Herbst 1982 waren an der Manuelstrasse 30 die ersten Wohnungen für Betagte bezugsbereit. Gemeinsam mit Frau Baumgartner, der Grossmutter der heutigen Leiterin der Nachtwache, Frau von Wyttenbach, Grossmutter von Frau Albisetti und dem Ehepaar Herr und Frau Langhard starteten wir das wagnisreiche Unternehmen. In der berufsbegleitenden Ausbildung «Heimleitung» am Institut für angewandte Psychologie erarbeiteten wir unser Leitbild für den WohnPark Elfenau. Währenddessen gründete Hans sein Kammerorchester mit Übungsort im Esszimmer «Meitschiheim». Dank der Vernetzung mit der Kunsthochschule entstanden wichtige Kontakte für das spätere Kulturprogramm im ElfenauPark.
Unsere offizielle Anstellung für die Heimleitung bei der Baugenossenschaft erfolgte auf den 1. Januar 1984. Dank des grossen bestehenden Interesses, inserieren war nicht nötig, konnten die bezugsbereiten Wohnungen vor zu vermietet werden. Unsere Arbeit wurde sehr geschätzt!»
Wie die ManuelStiftung zu ihrem Namen kam
«Mit dem Errichten des Kontos «Kultur und Soziales» erfüllte die Baugenossenschaft ihr Versprechen. Es wurde vor allem von den Unternehmern finanziert. Dies ermöglichte im April 1984 ein Eröffnungskonzert zur Freude aller Beteiligten. Nach zehn Jahren ergänzte die Baugenossenschaft unser Konto «Kultur und Soziales» mit Fr. 100'000, und das Grundkapital für eine Kulturstiftung war da. Wir tauften sie «Manuelstiftung». Dazu inspiriert waren wir von drei Dingen: dem Namen der Patrizierfamilie Manuel, deren Stammvater Maler und Dichter war, von unserem Wohnungseingang an der Manuelstrasse 30 sowie dem legendären Sitzungszimmer Manuelzimmer in der Petruskirche, wo 1975 die erste Sitzung für den Bau von Alterswohnungen stattgefunden hatte.»
Eine Ära geht zu Ende, das Werk lebt weiter
«Im Frühling 2002 wurde Hans als Leiter des ElfenauPark pensioniert. Er blieb Geschäftsführer der Manuelstiftung, was ihm seinen Abgang erleichterte. Einen Tag vor meiner Pensionierung erlitt Hans 2005 beim Einspielen zum Weihnachtskonzert an seinem Cembalo den tödlichen Schlaganfall. Mir wurde die Geschäftsleitung der Manuelstiftung anvertraut, die ich bis Ende 2012 führte. Die Baugenossenschaft vertraute mir, meine Nachfolge für die Leitung der Manuelstiftung im Alleingang zu regeln. So fand ich aus der beachtlichen Bewerberschar den im Quartier wohnenden Musiker Fredy Zaugg, der im Sinn und Geist von Hans Gaschen die Manuelstiftung bis heute weiterführt.
Im sozialen Auftrag der Manuelstiftung führte ich die Betreuung von Frau Dora Jaggi bis zu ihrem Tod weiter. Ansonsten geniesse ich stets weiterhin die Aktivitäten der Stiftung. Dass ich im Nachhinein, nach 40 Jahren, einen ehrlichen Händedruck von Herrn Regierungsrat Pierre Alain Schnegg, verbunden mit einer Gratulation und einem besten Dank entgegennehmen durfte, freute mich sehr!»

Die ManuelStiftung ist eng verknüpft mit der Stiftung ElfenauPark. Die personelle Zusammensetzung des Stiftungsrats ist identisch. Der Hauptzwck der Stiftung ElfenauPark ist der Betrieb eines Wohn-, Kultur- und Dienstleistungsparks.





